„Lifeguard“ - Lebensbegleiter - Blaues Kreuz Hinter Gittern

Freunde und Mitarbeiter des Blauen Kreuzes gründen Gruppe In der JVA Burg. Seit 2010 gibt es in der Begegnungsgruppe Burg immer wieder Berührungspunkte zur nahegelegenen JVA in Burg.

Alkohol- oder drogenabhängige Gefangene nehmen seit 2010 an einer besonderen Gruppe teil, sie haben hier bei uns die Möglichkeit, über ihre Sucht als auch über ein suchtmittel- und straffreies Leben nach der Haft nachzudenken und zu reden.

Im Jahr 2014 hatten ein sehr engagierter Anstaltsleiter sowie eine sehr engagierte Sozialpädagogin der JVA die Idee, diese Gruppenstunden auch in der JVA anzubieten. So begannen wir im April dieses Jahres, eine interne Haftgruppe zu initiieren. Dafür danken wir, dass sie uns diese Plattform einräumen und dieses auch unterstützen.

Unsere Gruppe besteht aus zwei Freunden des Blauen Kreuzes und zwei Mitarbeitern. Vierzehntägig treffen wir uns in den Räumen der JVA Burg. Neben den alltäglichen Sorgen in der Haft geht es auch immer wieder um Fragen wie:

Wie geht es nach der Haft weiter? Werde ich so angenommen, wie ich bin? Kann ich mich wieder in die Gesellschaft integrieren? Und welche Rolle spielen dabei noch die Suchtmittel? Welche Rolle spielt der Glaube in meinem Leben?

Hilfreich sind dabei eigene Erfahrungen, die für die Gefangenen erlebbar gemacht werden (sollen). Dabei kommt uns die Zusammensetzung des Teams, das aus Angehörigen und Betroffenen besteht, zugute.

Auch wenn es erst einmal eine Überwindung war, sich in die Hafträume zu begeben, erleben auch wir hier als „Außenstehende“ ein Angenommen sein und profitieren von der Offenheit und dem Gesprächsbedarf der zur Gruppe kommenden Teilnehmer.

Wenn wir uns einlassen auf die Menschen hinter der „Mauer“ und auch kritisch hinterfragen, auch Straftaten, die unter Suchtmitteleinfluss begangen wurden, erfahren wir ein Stück weit, was Jesus gemeint hat, als er sagte: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40

 

Leitbild

Unsere Grundlage und Menschenbild ist der Glaube an Jesus Christus, er gibt uns einen persönlichen Bezugspunkt. Er gibt uns völlig neue Lebensinhalte, Sinn und ein Ziel. Durch Berichte und Zeugnisse möchten wir Menschen zeigen, wie man durch Jesus Christus frei werden kann und seinen Lebensinhalt neu selbst gestaltet. Wir sind offen für Menschen, mit denen uns Gott Begegnungen schenkt, egal wo sie herkommen und welcher Konfession sie angehören.

 

Die Zukunft gestalten

Wir wirken in die Gesellschaft hinein, um zu einem breiteren Verständnis von Gesundheit und Lebensqualität beizutragen.

Sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen, die zu Benachteiligungen von Suchtkranken und ihren Angehörigen führen, begegnet das BKD entschlossen und kreativ.

Als mildtätige Organisation arbeitet das BKD weiterhin auf der Grundlage unternehmerischer Erkenntnisse in Übereinstimmung mit den christlichen Werten. Dabei wird es unterstützt durch ein gemeinsames äußeres Erscheinungsbild.

Durch das Handeln und Verhalten seiner Mitglieder, seiner ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhält sich das BKD eine unverwechselbare Identität als christliche Suchthilfeorganisation.